Während der Mensch oft der Meinung ist, sein Welpe sei noch zu jung, zu klein, zu dumm, um erzogen zu werden, reagiert er enttäuscht und ärgerlich, wenn sein Welpe nach einigen Wochen noch nicht stubenrein ist. Ist der Hund sauber, wird dies hingegen entweder als Selbstverständlichkeit betrachtet, oder es ist nicht weiter zu erwähnen lohnt oder als eine Leistung gesehen, auf die man (zu Recht) stolz ist. Was passiert eigentlich, während man sich um die Stubenreinheit des jungen Hundes bemüht? Richtig, man erhieht ihn.
Haben Sie sich schon einmal klar gemacht, auf welch hoher Abstraktionsebene diese Erziehung für den Hund abläuft? Es ist keineswegs selbstverständlich, dass der junge Hund begreift, dass er den Gummibaum in Ihrem Wohnzimmer nicht, den Johannisbeerstrauch im Garten hingegen durchaus anpinkeln darf.
Ein Wesen, das imstande ist, Erziehung auf so hohem Abstraktionsniveau anzunhemen, soll zu dumm sein, zu lernen, dass es auf Zuruf kommen soll? Die Antwort auf diese rhetorische Frage liegt auf der Hand.
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Möglichkeiten und Grenzen der Erziehung
Erziehung beginnt am ersten Tag
Konsqeuenz und Anwesenheit
Nach entsprechend häufigen Wiederholungen und genügend Zeit für die Lern- und Festigungsphase können Sie erwarten, dass die Übungen, die Sie dem Hund beibringen, zuverlässig ausgeführt werden. Dies ist jedoch nur mit absoluter Konsequenz zu erreichen. Um dies zu erreichen, ist aber eines erforderlich, und zwar Ihre Anwesenheit, um den Hund zu korrigieren und zu korrigieren. Das heisst im umgekehrten Fall, dass sie nicht erwarten können, dass ihr Hund, gerade in der Lernphase, sobald er ohne beaufsichtigung ist, nur brav in der Ecke liegt. Genauso ist es unrealistisch zu erwarten, dass der Hund nicht auf die Idee kommt, ein uneingezäuntes Grundstück zu verlassen, um sich in der Gegend umzusehen. Umso mehr, wenn er den Garten gut kennt und daher für ziemlich langweilig hält.
Erziehung ist Interaktion
Erziehung wird durch Interaktion bestimmt, also durch jemand, der a) agiert und b) reagiert. Hierzu ist eines erforderlich, nämlich die Anwesenheit von a) und b). Das heisst, sollten Sie abwesend sein, müssen sie entsprechende Vorsichtsmasnahmen ergreifen, damit der Hund niemand belästigt, nichts anstellt, aber auch nieemand ihn ärgern oder verstören kann (z.B. vorbeilaufende Kinder).
Wie viele Hörzeichen kann ein Hund lernen?
Untersuchungen haben ergeben, dass ein durchschnittlich begabter Hund etwa vierzig Hörzeichen erlernen und zuverlässig unterscheiden kann. Die Basiserziehung mit SITZ, PLATZ, FUSS, KOMM und LAUF etc. stellt also wirklich nur eine Minimalanforderung dar.
